Einsätze und Übungen


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2010
Übung Nr. 1

Datum Ort
Bericht
03.07.2010
Nordoe/Brokdorf
Drittes und heißestes Wochenende für Steinburger Feuerwehreinsatzkräfte


03.07.2010
Trotz unerträglicher Hitze brachten heute neben dem Steinburger Führungsstab auch 40 Helfer des Löschzuges-Gefahrgut (LZ-G) Höchstleistungen im Rahmen der Landeskatastrophenschutzübung “Brokdorf 2010”.

Drittes und heißestes Wochenende für Steinburger Feuerwehreinsatzkräfte
Sebastian Courvoisier, stellvertretender Leiter des LZ-G Steinburg, zeigte sich äußerst zufrieden mit den Leistungen des Einsatzpersonals: “Die kontinuierliche Ausbildung, die bereits seit Jahren in den normalen Dienstplan integriert ist, hat hier wieder Früchte getragen.”

Zwei der vier Steinburger Strahlenspürtrupps und eine Mannschaft aus dem Kreis Pinneberg wurden erstmals von der neu installierten gemeinsamen Lokalen Messzentrale (LMZ) beider Kreise aus der Kreisfeuerwehrzentrale in Breitenburg-Nordoe geführt und geleitet. Von den Einsatzfahrzeugen wurden die Messergebnisse per Fax und Funk zur LMZ übermittelt. Hier erfassten speziell ausgebildete Mitglieder die Daten in das Landesdatennetz. Diese stellten die Grundlage für die Berechnung, Bewertung und zu erstellende Entscheidungshilfen für die Gemeinsamen Messzentrale des Landes dar. Aus dem EDV-System heraus wurden dann zeitgleich allen Führungsstellen einheitliche Bilder der radioaktiven Lage übermittelt.

Im Steinburger Führungsstab waren mit der Bewältigung der Übung 34 Personen beschäftigt. Dem Leiter des Stabes, Dr. Hans Treinies, und dem den Stabsbereich 3 (Einsatz) leitenden Kreiswehrführer Frank Raether erleichterte das System die Entscheidungsfindung für weitreichende Maßnahmen.

Die Strahlenspürtrupps nahmen neben den erzielten Messwerten auch Proben des Bewuchses, der Luft, des Bodens und des Wassers. Diese Proben wurden zentral in der extra dafür eingerichteten Probensammelstelle gesammelt und dann in einer einmaligen Sonderrechtsfahrt, zur Ermittlung der reelen Fahrtzeit, zu einer unabhängigen Laborstelle nach Hamburg gebracht.

Steinburgs Landrat Dr. Kullik ließ es sich nicht nehmen, den Steinburger Einsatzkräften in der Kreisfeuerwehrzentrale sowie seinem Führungsstab im Kreishaus einmal über die Schulter zu schauen und sich auf diesem Wege gleichzeitig bei allen Mitwirkenden für ihren Einsatz zu bedanken.

Zusätzlich zu diesem Bericht hier ein Auszug aus der Pressemeldung des Amtes für Katastrophenschutz:
"[...]
Der unwahrscheinliche Unfall mit radioaktivem Material auf dem Betriebsgelände des Kernkraftwerkes Brokdorf (Kreis Steinburg) bildet den Ausgangspunkt. Um die Einsatzleitung im Umfang eines sehr schweren Unglücks zu fordern ist die für die Übung angenommene Intensität der radioaktiven Strahlung sehr viel höher, als dies tatsächlich möglich ist. Das Unternehmen E.ON Kernkraft GmbH hat trotzdem zugestimmt, mit dem Kernkraftwerk Brokdorf den Rahmen für diese Übung zu bilden, denn der Betreiber der Anlage hat ein großes Interesse daran, das vereinbarte Management eines solchen Unfalls, unabhängig davon, dass er nach menschlichem ermessen ausgeschlossen werden kann, im Verbund mit Behörden und Feuerwehren zu üben. An diesem Übungstag wird es daher auch die Kraftwerkswarte sein, von der der Notruf ausgehen wird. Wenn dieser von einem Mitarbeiter der Kooperativen Leitstelle West in Elmshorn entgegengenommen wird, werden die Werkfeuerwehr und die kraftwerkinterne Messtechnik bereits auf den angenommenen Unfall reagiert haben und sofort erste Messdaten zur Abschätzung der Gefahr mitteilen.
Im weiteren Verlauf werden unter anderem Einsatzkräfte der für solche Lagen speziell ausgerüsteten Löschzüge Gefahrgut (LZ-G) der Kreise Steinburg und Dithmarschen zum Einsatz kommen. Der Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungsdienst sowie die Führungsstäbe Katastrophenschutz der Kreise Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg und auch die der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein werden alarmiert. Für die Identifikation der radioaktiven Strahlenquellen wird ein Fachlabor eingeschaltet werden. Die Spezialisten der Atomaufsicht und der TÜV-Nord werden vor Ort sein, um das Messnetz zu betreuen, die Daten auszuwerten und die Einsatzleitung zu beraten. Dazu werden Angaben herangezogen, die den beiden voneinander unabhängigen, computergestützten Überwachungssystemen für radioaktive Gefahren, die „Kernkraftwerks Fernüberwachung (KFÜ)“ des Landes und das „Integrierte Mess- und Informationssystem (IMIS)“ des Bundes „Messwerte“ ausgeben. Die beiden Systeme werden für die Übung manipuliert, sodass die „Messungen“ das angenommene Szenario abbilden. Die Übung läuft also nicht nach einem „Drehbuch“, sondern die Einsatzleitungen müssen auf die Angaben und die Beratung der Fachleute reagieren und Entscheidungen treffen.”
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 Fotos: Martin Richter, Frederick Plausen und Björn Dürkob
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Hinweise
* Zentrale Komponenten: ELW, ABC-Erkundung, ABC-Dekon, GW-U, GW-G
Wir garantieren nicht für Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen.

 
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